Anxiety

Anxiety
Ich freue mich, es geht raus aus Berlin, in ein anderes Land. Ich packe meine Sachen, plane Outfits und lade sämtliche Akkus noch einmal auf, um meinen eigenen auch aufzuladen.
Draußen, in der Welt. Doch dann holt sie mich wieder ein. Ich stehe in der Schlange um mein Gepäck abzugeben und ich merke, wie sie sich langsam an mich heranschleicht. Erst, nur durch einen schnelleren Herzschlag, dann durch ein flaues Gefühl im Magen. Ich versuche runterzukommen. Um mich herum Menschen, die sich genau so auf eine Auszeit freuen. Doch für mich ist diese Auszeit erstmal mit einem großen Problem verbunden: Anxiety.

Ich kann es nicht als wirkliche Flugangst bezeichnen, denn im Flugzeug bin ich ganz ruhig und ich liebe es zu fliegen, aber der Prozess am Flughafen stresst mich oder macht mich unruhig.

Freunde, Familienmitglieder und Bekannte beschreiben mich eher als eine ruhige, bodenständige Frau, doch immer, wenn es ums fliegen geht, bin ich ein emotionales Mess.
Durch den Prozess, habe ich einige Dinge über mich entdeckt, die mir dabei helfen, ruhiger zu werden.
Ich kann nicht mit jedem Menschen in meinem Leben fliegen. Ich brauche jemanden, der mich ablenken kann oder auch beruhigen kann.
Das sind zwei große Punkte, die bei mir wirklich wichtig sind. Deshalb können alle, mit denen ich in den letzten Jahren (circa seit 2016) geflogen bin, sich geschmeichelt fühlen 😉
Ich habe, da ich zuerst dachte, dass ich Flugangst habe und ich möchte nicht sagen, dass das nicht auch eine Form von Flugangst ist, hab ich tatsächlich erstmal angefangen mich über Flugangst zu belesen bzw. auch einfach über Flugzeuge an sich. Ich hatte zwar nie wirklich Angst, dass ich abstürzen könnte, trotzdem hat diese Recherche sicher auch dabei geholfen, dass ich vor allem im letzten Jahr viiiel ruhiger bei dem ganzen Prozess geworden bin.

Auch wenn man das sicher immer ließt, wenn es um dieses Thema geht, sind Atemübungen. Bei mir helfen diese wirklich. Sei es einfach Musik zu hören und dabei sich auf seine Atmung zu konzentrieren oder eine geführte Meditation. Ich kann nur sagen, dass man sich da ausprobieren muss.

Was auch hilft, sich ein Comfort item mitzunehmen. Also ein Gegenstand, der euch Mut, Kraft oder einfach mit dem ihr euch wohlfühlt.

Ich habe Beispielsweise lange einen Glasstein überall mit genommen. Diesen habe ich mal als ich vielleicht so 10 Jahre alt war, am Meer gefunden und da ich ja selbst auch an der Küste geboren wurde, gibt dieser mir irgendwie ein gutes Gefühl.

Ich glaube ich brauche einfach das Gefühl mich irgendwo festhalten zu können. Das kann man dann natürlich auch an einer anderen Person 😉

Ich hoffe, dass ich vielleicht dem einen oder Anderen helfen konnte, auch, wenn ich nicht die besten Tipps dazu habe und obwohl ich auch kein Experte bin.

Ich finde aber, dass viel zu wenig Leute darüber reden, was in ihnen vorgeht. Ich bin einfach gezwungen, den Menschen, mit denen ich fliege, von dem zu erzählen. Auch, dass ich schon einmal eine Panikattacke beim Fliegen und auch so schon ein paar hatte.

Man kann es sich einfach als Außenstehender nicht vorstellen, wie genau sich so etwas anfühlt, was in einem vorgeht und vor allem, was man in diesen Situationen braucht. Hier ist also auch wieder Kommunikation Key 😉

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